07.12.2021 08:21 // „Ein sehr junges Fachgebiet mit viel Dynamik und innovativen Entwicklungen“

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Simgen ist neuer Chefarzt der Klinik für Neuroradiologie am Westpfalz-Klinikum. Im Interview berichtet 37-jährige Facharzt für Radiologie mit der Schwerpunktbezeichnung Neuroradiologie, warum die Neuroradiologie seine Leidenschaft ist und welche Ziele er sich gesteckt hat.

Warum haben Sie sich für einen Wechsel ans Westpfalz-Klinikum entschieden?

Weil ich aus der Region Stamme und hier aufgewachsen bin gab es immer Verbindungen nach KL. Die ersten Kontakte meiner medizinischen Laufbahn hatte ich bereits im WKK-KL beim Pflegepraktikum zu Beginn meines Studiums. Im weiteren Verlauf gab es dann immer mehr einschneidende Erfahrungen mit dem WKK-KL ob bei diversen Famulaturen oder zuletzt im Rahmen der Schlaganfall-Kooperation mit der Uni-Homburg nach Etablierung des Neurozentrums. Der großartige Aufbau und die Entwicklung der Neuroradiologie und des Neurozentrums am Westpfalz-Klinikum, sowie auch ein Stückweit der richtige Zeitpunkt, haben mich dann dazu bewegt einen Wechsel anzustreben. Die Möglichkeit die Patientenversorgung in der Heimat aktiv und effektiv im neuroradiologischen Bereich mitgestallten zu können freut mich besonders.

Was begeistert Sie an Ihrem Beruf?

Neuroradiologie ist für mich zur Leidenschaft geworden. Sie ist immer noch ein sehr junges Fachgebiet mit viel Dynamik und innovativen Entwicklungen, vor allem im therapeutischen Bereich (interventionelle Neuroradiologie), wofür mein Herz besonders schlägt. Die Möglichkeit Patienten zu Helfen und z. B. durch die akute Behandlung eines Schlaganfalles oder einer Hirnblutung vor schweren Einschränkungen zu bewahren ist für mich eine sehr große Motivation. Zusätzlich begeistern mich die Vielfalt der neuroradiologischen Krankheitsbilder und auch das breite Patientenspektrum (jung bis alt).

Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?

Ich freue mich auf eine neue Herausforderung, aktiv an der neuroradiologischen Entwicklung und Patientenversorgung in der Region teilzunehmen. Die neuroradiologische Ausbildung am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern voranzutreiben und jungen Kollegen neue Fähigkeiten und Fertigkeiten mit auf den Weg zu geben.

Welche Rolle übernimmt die Neuroradiologie künftig im Neurozentrum?

Die Neuroradiologie ist das zentrale Verbindungsglied zwischen den einzelnen Kliniken des Neurozentrums. Nach dem Motto „Bilder verbinden Menschen“ ist hier eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kliniken (Neurologie, Neurochirurgie sowie auch Gefäßchirurgie und Anästhesie) essenziell um eine vollumfängliche Patientenversorgung sowohl im Notfall als auch elektiv gewährleisten zu können.

Welche Ziele haben Sie sich sonst noch gesteckt?

Ich möchte gut in diese neue Position starten und dort anknüpfen, wo mein Vorgänger aufgehört hat. Ziel ist es, die am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern relativ junge Neuroradiologie sowie das Neurozentrum weiter auszubauen. Darüber hinaus möchte ich zur Stärkung des gesamten Zentrums für Radiologie beitragen. Und auch die gute und enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie der Ausbau überregionaler Vernetzungen mit Klinken und niedergelassenen Kollegen sind mir wichtig.

Wie schalten Sie in Ihrer Freizeit ab?

Momentan steht meine Familie mit frischem Nachwuchs in Sachen Freizeit ganz klar im Vordergrund. Wir sind viel in der Natur und im Freien unterwegs: Wandern, Spazieren, Fahrradfahren. Falls momentan noch extra Zeit bleibt, dann kann ich ganz gut beim Sport abschalten und auf andere Gedanken kommen.