Möglichkeiten der Narkose und der Schmerztherapie

In der Abteilung für Anästhesie sind 14 ärztliche Mitarbeiter und 20 Pflegekräfte beschäftigt. Diese führen im Jahr rund 5.500 Anästhesien durch. Etwa 35 Prozent davon sind Regionalanästhesie-Verfahren oder Kombinationsanästhesien. Die Zahl der ambulanten Operationen beträgt rund 1.000 pro Jahr.

Eine Allgemeinanästhesie oder Vollnarkose führt zu Bewusstlosigkeit und damit Schmerzlosigkeit. Zugleich werden auch Muskelfunktionen und Reflexe ausgeschaltet. Nicht alle Operationen müssen in Vollnarkose durchgeführt werden, bei manchen reicht auch eine Regionalanästhesie oder Teilnarkose für eine örtliche Betäubung. Dabei werden einzelne Nerven oder Nervenbündel durch spezielle Maßnahmen und Medikamente gezielt ausgeschaltet.

Bei der Periduralanästhesie legen die Anästhesisten nach örtlicher Betäubung am Rücken in einer bestimmten Tiefe einen Katheter ein, über den sie Medikamente geben können. Die Periduralanästhesie wird zum Beispiel im Bereich der Geburtshilfe eingesetzt, um die Wehenschmerzen während der Geburt zu reduzieren. Außerdem kommt sie bei sehr großen und schmerzhaften Eingriffen ergänzend zur Vollnarkose zum Einsatz.

Die wichtigste Aufgabe des Narkosearztes ist, während einer Operation die Vitalfunktionen des Patienten kontinuierlich zu erfassen und zu kontrollieren. Im Operationssaal überwacht der Anästhesist während der gesamten Narkose lückenlos alle lebenswichtigen Organfunktionen, insbesondere die Funktionen von Herz und Kreislauf, von Atmung und Stoffwechsel. Wenn nötig greift er sofort korrigierend ein. Bei Bedarf erhalten Sie Blutersatzstoffe, aufbereitetes Eigenblut oder auf Verträglichkeit überprüfte Fremdblutkonserven. Bei all diesen Tätigkeiten unterstützen Fachkrankenschwestern und -pfleger den Anästhesisten.

Neben einer komplikationslosen Operation ist aber auch die Schmerzfreiheit danach für Sie als Patient wichtig. In den ersten postoperativen Stunden werden Sie zunächst im modernen Aufwachraum betreut, bis die Narkose oder die örtliche Betäubung abklingt. Nach besonders schmerzintensiven Operationen erfolgt die weitere Schmerztherapie noch für mehrere Tage auf der Normalstation.