Aktuelle Informationen

Unsere Experten geben Auskunft

Unsere Experten informieren Sie regelmäßig über die aktuelle Situation, Maßnahmen und Tipps zum Thema Coronavirus. Dabei arbeiten wir eng mit der Stadt Kaiserslautern und "Unser Lautern herzlich digital" zusammen. Sehen Sie hier unser aktuellstes Interview. 

Interview mit Prof. Dr. med. Stefan Hofer, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie 1, vom 26. März 2020:

Weitere Interviews mit unseren Experten finden Sie hier.


Neueste Meldungen

Hilfeaufruf an die Unternehmen der Region

Stand: 26. März 2020

Offener Brief betreffend der Sicherung der medizinischen Versorgung des Landes Rheinland-Pfalz an die Unternehmen der Region im Ausnahmezustand der Coronavirus-Pandemie

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie rufen globale Fassungslosigkeit hervor. Die Auswirkungen schlagen sich mit einer großen Bandbreite auf das private und wirtschaftliche Leben in Europa, in Deutschland und somit auch auf die Pfalz aus.

Die rasant steigenden Infektionszahlen in Deutschland befeuern die Erwartungen eines Ausnahmezustandes vergleichbar mit den Situationen in Italien, Spanien und Frankreich. Diese Entwicklungen stellen die deutschen Krankenhäuser vor eine immense versorgungstechnische Herausforderung. Gemeinsam mit der Bundes- und Landesregierung, den lokalen Behörden und allen regionalen Gesundheitseinrichtungen bereiten wir uns seit Wochen auf den Ernstfall vor. In der Versorgungskette ist das Westpfalz-Klinikum zu einem Schwerpunktzentrum für Coronafälle eingerichtet worden, welches im Auftrag der Landesregierung die stationäre medizinische Versorgung in Rheinland-Pfalz sicherstellen soll.

Diesem Auftrag versuchen wir mit höchstem Einsatz unserer sehr gut ausgebildeten Pflege-, Ärzte und medizinischen Fachkräfte unter einem hohem Ressourceneinsatz gerecht zu werden. Wir als Geschäftsführung setzen alles daran, die hierfür nötige Infrastruktur im Krankenhaus zur Verfügung zu stellen.

Die sich überschlagenden Ereignisse wirken sich jedoch in vieler Hinsicht auf die Gewährleistung dieser notwendigen strukturellen Voraussetzungen aus. Besonders die Beschaffung zwingend benötigter Schutzausrüstung stellt ein erhebliches Problem und ein immenses Risiko mit gewaltigem Ausmaß für eine erfolgreiche medizinische Versorgung dar. Insbesondere die Beschaffungswege für Schutzhandschuhe aus Nitril sind europaweit ausgeschöpft und zum Erliegen gekommen. Dieser Engpass ist auf unabsehbare Zeit zu vermuten. Über einen Nachschub herrscht branchenweite Ungewissheit. Noch kann die Westpfalz-Klinikum GmbH die Kliniken mit Lagerbeständen versorgen, diese Vorräte werden jedoch in absehbarer Zeit ausgeschöpft sein.

Die Lage ist ernst! Obwohl es um einen kleinen Baustein in der Behandlung infizierter Fälle geht, nehmen diese Produkte einen Grundbaustein für die Hygiene und damit die Verhinderung einer unkontrollierten Übertragung des Coronavirus innerhalb des Krankenhauses ein. Welche Konsequenzen eine solche Entwicklung mit sich bringt, zeigen die medial kursierenden Bilder aus Italien. Dort ist die medizinische Versorgung in manchen Regionen an seine Grenzen gekommen und damit unbeherrschbar geworden. Ausschlaggebend dafür sind ausgereizte Kapazitäten, überlastete personelle Ressourcen sowie erschöpfte Bestände.

Wir geben alles dafür, einen solch erschreckenden Zustand in unserer Heimat zu verhindern.

Ich möchte Ihr Auge auf die Tatsache lenken, dass eine erfolgreiche medizinische Versorgung ohne die genannte Schutzausrüstung unsere Wirkungskraft schnell fesseln, unsere Grenzen schnell erreichen und in Konsequenz die Eindämmung der Infektionswelle schnell unbeherrschbar machen wird. Hiermit bitte ich Sie im Namen der Geschäftsführung der Westpfalz-Klinikum GmbH um ihre Unterstützung! Wir richten dieses Schreiben gezielt an Ihr Unternehmen, da wir uns aus Ihrem branchenspezifischen Tätigkeitsfeld, die Möglichkeit alternativer Beschaffungswege für Produkte, im Speziellen das Produkt:

unsterile, ungepuderte Untersuchungshandschuhe aus Nitril, CE-Kennzeichnung: CE EN455

gewinnen und in Konsequenz einen Versorgungsengpass verhindern zu können.

Ich bitte Sie persönlich und inständig um Ihre Unterstützung, um gemeinsam unsere Region vor der bevorstehenden Notlage zu schützen und erschreckende Verhältnisse zu verhindern.

Wir würden uns über eine baldige Rückmeldung von Ihnen freuen. Hierzu haben wir außerdem eine zentrale Anlaufstelle für Hilfsangebote eigens eingerichtet, welche unter der E-Mail-Adresse: helfen@westpfalz-klinikum.de zu erreichen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Förster
Geschäftsführer

Besucherregelungen

Stand: 25. März 2020, 10:30 Uhr

Standort Kaiserslautern

An unserem Standort in Kaiserslautern gilt die Besucherregelung: ein Besucher pro Patient für eine Stunde am Tag. Intensivstationen und Stationen mit besonders gefährdeten Patienten sind für Besucher nicht mehr zugänglich. Grund ist das erhöhte Risiko einer Weiterverbreitung des Coronavirus durch Publikumsverkehr. In Einzelfällen können Ausnahmeregelungen mit dem medizinischen Personal getroffen werden. Das gilt zum Beispiel für Geburten. 

Besucher können das Klinikum in Kaiserslautern nur noch über den Haupteingang betreten. Dort werden sie von einem Sicherheitsdienst sowie von medizinischem Fachpersonal überprüft und nach den vom Robert-Koch-Institut definierten Kriterien befragt. Außerdem müssen sie angeben, wen sie besuchen möchten. Eine Desinfektion der Hände ist beim Betreten des Krankenhauses verpflichtend.

Standort Kusel

An unserem Standort in Kusel gilt ein allgemeiner Besucherstopp. In Einzelfällen können Ausnahmeregelungen mit dem medizinischen Personal getroffen werden. 

Standort Kirchheimbolanden

An unserem Standort in Kirchheimbolander gilt ein allgemeiner Besucherstopp. In Einzelfällen können Ausnahmeregelungen mit dem medizinischen Personal getroffen werden.

Standort Rockenhausen

An unserem Standort in Rockenhausen gilt ein allgemeiner Besucherstopp. In Einzelfällen können Ausnahmeregelungen mit dem medizinischen Personal getroffen werden.

Service für Angehörige

Stand: 23. März 2020, 16:00 Uhr

Für Angehörige von Patienten am Standort Kaiserslautern, die in der Zeit des Corona-Ausnahmezustands aufgrund ihrer gesundheitlichen Verfassung keinen Kontakt halten können, bietet das Westpfalz-Klinikum ab sofort einen telefonischen Service an. Dieser beinhaltet, dass Mitarbeiter der Klinik für Psychosomatik täglich eine Person pro Patient anrufen und über den Gesundheitszustand des Angehörigen informieren.

Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, muss dem Klinikum bei der Aufnahme seine Einwilligung geben und die Telefonnummer einer Kontaktperson mitteilen. Bei Patienten, die dazu nicht in der Lage sind, sind die Angehörigen aufgefordert, das zu tun.

Corona-Verdachtsabklärung

Stand: 16. März 2020, 15:00 Uhr

Ab sofort sind an allen vier Standorten des Westpfalz-Klinikums keine Abstriche zur Corona-Verdachtsabklärung für ambulante Patienten mehr möglich. Die stationäre Versorgung ist davon nicht betroffen. Bei stationären Aufnahmen sind auch weiterhin Abstriche möglich. Die Notfallbehandlung ist sichergestellt.


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