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Institut für Anaesthesiologie und Notfallmedizin II

Die Anästhesie ist eine der jüngsten eigenständigen Fachdisziplinen der Medizin. Ihre Entstehung ist auf die erste erfolgreiche Äthernarkose von W. Morton 1846 in Boston zurückzuführen. Die Anästhesiologie hat sich in den vergangenen 150 Jahren zu einer Spezialdisziplin entwickelt,deren Aufgabenspektrum auf vier Säulen steht.
  • Anästhesie
  • Notfallmedizin
  • Intensivmedizin
  • Schmerztherapie
Die Abteilung für Anästhesie in Kusel wurde 1979 gegründet und mit dem Zusammenschluss der Kliniken Kaiserslautern und Kusel in Institut für Anaesthesiologie und Notfallmedizin II umbenannt. Heute besteht das Team aus einem Chefarzt, zwei Oberärzten und sieben Assistenzärzten. Neben der ärztlichen Versorgung werden die Patienten sowohl im Operationsbereich als auch auf der Intensivstation von 27 hervorragend ausgebildeten und freundlichen Fachschwestern und -pflegern betreut.

Im Bereich der Anästhesie werden alle gängigen Narkoseverfahren von der Allgemeinanästhesie ("Vollnarkose"), Regionalanästhesien ("Teilnarkosen") bis hin zu Kombinationsanästhesien ("Vollplus Teilnarkose") mit Kathetertechnik zur postoperativen Schmerztherapie (z. B. nach Kniegelenksprothese, um eine schmerzfreie Krankengymnastik zu gewährleisten) durchgeführt. Die Auswahl des Narkoseverfahrens wird in der vor der Operation stattfindenden Prämedikationsvisite (Aufklärungsgespräch) unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes des Patienten,der durchzuführenden Operation und der postoperativen Schmerztherapie mit dem Patienten besprochen und festgelegt. Zur weiteren Betreuung unserer Patienten gehört auch eine postoperative Visite am Tag nach der Operation um dem Patienten die Möglichkeit zu geben über das "Narkoseerlebnis" zu sprechen.

Die neue Geräteausstattung der Abteilung ermöglicht, unsere Patienten während der Narkose optimal und individuell zu überwachen. So stehen außer der Überwachung des Kreislaufs (Puls, Blutdruck, EKG) und der Atmung (Sauerstoffkonzentration im Blut, Messung der Atemgaskonzentration während Ein- und Ausatmung, ständige Überwachung der Lungenfunktion), spezielle Verfahren zur Bestimmung der Narkosetiefe sowie der Hirnfunktion bei Operationen der Halsschlagader zur Verfügung.

Nach der Operation werden die Patienten nach adäquater Schmerztherapie während der kritischen Aufwachzeit in einem 6-Betten Aufwachraum betreut, bis sie in ihr Stationszimmer zurückverlegt werden können. Da Operationsschmerzen den Heilungsprozess und damit den Erfolg der Operation negativ beeinflussen können, ist eine gezielte Schmerztherapie unabdingbar. In Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Orthopädie und Chirurgie kommen spezielle rückenmarksnahe oder periphere Schmerzkatheterverfahren (z. B. nach Bandscheibenvorfall oder Kniegelenksersatz) mit bei Bedarf kontinuierlicher Schmerzmittelgabe zum Einsatz, um dem Patienten den größtmöglichen Komfort zu gewährleisten.

Da es bei ausgedehnteren Operationen (z. B. Hüftgelenksersatz) auch zu größeren Blutverlusten kommen kann, werden verschiedene Methoden eingesetzt um die Gabe von Fremdblut (erhöhtes Risiko der Übertragung von Infektionen) zu vermeiden. So kommen die Eigenblutspende (der Patient spendet mehrere Wochen vor der Operation mehrere Konserven Blut, die ihm während oder nach der Operation zurückgegeben werden), Cell-Saver (das Blut,das der Patient während der Operation verliert, wird gesammelt, aufbereitet und zurückgegeben) sowie die Hämodilution (dem Patienten werden direkt vor der Operation 500-1000 ml Blut abgenommen, der Verlust durch Infusionslösungen ausgeglichen und am Ende der Operation zurückgegeben) zum Einsatz.

Durch die Umstrukturierung im Gesundheitswesen, ist es immer wichtiger eine Vernetzung und Kooperation zwischen Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten zu schaffen. Aus diesem Grund entstand 2001 ein modernes Ambulantes Operationszentrum, dessen Leitung und Koordination dem Institut für Anaesthesiologie und Notfallmedizin obliegt. In den modern ausgestatteten Räumlichkeiten mit freundlichem Ambiente und neuester Technik werden von Abteilungen des Klinikum, sowie von niedergelassenen Ärztenaus Kusel und Umgebung, ambulante Operationen durchgeführt.

Unter der organisatorischen Leitung des Instituts für Anästhesiologie und Notfallmedizin in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik IV verfügt der Standort II Kusel über eine interdisziplinäre Intensivstation mit acht Betten.

Wir bieten ein ausgedehntes Spektrum intensivmedizinischer Überwachungsund Behandlungsmöglichkeiten auf modernstem Stand der Technik. In der Teamarbeit von Ärzten, Pflegepersonal und den Physiotherapeuten entsteht ein einheitliches, auf den Patienten ausgerichtetes Behandlungskonzept mit dem Ziel der schnellstmöglichen Genesung und Rehabilitation.

Das am Standort II des Westpfalz-Klinikums in Kusel stationierte NEF (Notarzteinsatzfahrzeug) des Deutschen Roten Kreuzes, wird unter der Leitung und Organisation des Instituts für Anaesthesiologie und Notfallmedizin überwiegend von Anästhesisten sowie Ärzten des Klinikums besetzt.Alle Ärzte verfügen über die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin oder die Fachkunde Rettungsdienst und haben gelernt,in Notfallsituationen sicher und kompetent zum Wohle des Patienten zu handeln. Zur Optimierung der innerklinischen Notfallversorgung werden alle Schwestern und Pfleger regelmäßig in der Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung von Ärzten und Pflegern des Instituts geschult.

In Zusammenarbeit mit der Lehranstalt für Rettungsdienst des DRK ist das Institut für Anaesthesiologie und Notfallmedizin Ausbildungsstätte zur klinischen Ausbildung von Rettungssanitätern und Rettungsassistenten.


Chefarzt:
Dr. Ulrich Korell
Tel.: (06381) 93-5238
Fax: (06381) 93-5702
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Sekretariat:
Frau Hannelore Heidrich
Tel.: (06381) 93-5238
Fax: (06381) 93 5702
Station: IV
Anaestesie-Ambulanz
Sprechstundenzeiten:
Mo-Do 8:30-12:30 Uhr
Fr 8:30-11:45

Oberarzt:
Uwe Fink
Tel.: (06381) 93-5238
Fax: (06381) 93-5702
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