Ständige Einrichtung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS
Neuer Service am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern:
Regelmäßige Aufnahmetermine für Stammzellspender
Jetzt wird es den Bürgerinnen und Bürgern in Kaiserslautern und der Pfalz noch leichter gemacht, sich als potenzielle Stammzellspender registrieren zu lassen: Am 11.September 2006 , fiel der Startschuss für die sogenannte „Ständige Einrichtung“ der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei im Westpfalz-Klinikum.
Dr. Markus Merk und Olaf Marschall waren zu Gast im Westpfalz-Klinikum am Standort I Kaiserslautern zur Eröffnung der ersten, dauerhaften Einrichtung der DKMS-Deutsche Knochenmarkspenderdatei in ganz Rheinland-Pfalz.
Nach einer allgemeinen Information über die „Ständige Einrichtung“ der Knochenmarkspenderdatei bestand für Interessierte die Möglichkeit die entsprechenden Entnahmemöglichkeiten vor Ort, in der Ambulanz für Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Klinik I anzuschauen.
Geschäftsführerin Frau Diana Dietrich begrüßte unter den Anwesenden den WM Schiedsrichter und in der 1. Bundesliga tätigen Schiedsrichter Herrn Dr. Markus Merk und Herrn Olaf Marschall, ehemaliger Nationalspieler, Ex-Profi und Trainer beim 1. FCK. Beide stellten sich im Anschluss an die Veranstaltung als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung.
Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums haben sich bereits typisieren lassen, zuletzt im Rahmen einer Berichterstattung des Südwest-Fernsehens, die am 13.11. in der Landesschau des SWR gesendet wurde.
Bereits 2.633 Kaiserslauterer haben sich bei der DKMS-Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen, um Leukämiepatienten zu helfen. Sechs von Ihnen konnten bereits als „genetischer Zwilling“ für einen Patienten ausfindig gemacht werden und diesem durch eine Stammzellspende die Chance auf Überleben geben. Die meisten Spender haben an einer der fünf öffentlichen Typisierungsaktionen teilgenommen, die bislang in Kaiserslautern gemeinsam mit der DKMS durchgeführt wurden, andere haben sich über das Internet oder telefonisch mit der Datei in Verbindung gesetzt.
Seit dem 11. September 2006 ist es noch leichter, sich in die DKMS aufnehmen zu lassen: Menschen, die Leukämiepatienten eine Überlebenschance geben wollen, können sich zukünftig Montags bis Donnerstags zwischen 14:00 Uhr und 15:30 Uhr im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern als potenzielle Stammzellspender registrieren und mit Abgabe einer Blutprobe typisieren lassen. Die „Ständige Einrichtung“ befindet sich im Gebäude 2 in der Abteilung Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Klinik I, Raum 20 im Erdgeschoss.
Sie wird vom Team der Ambulanz für Hämatologie und Onkologie betreut, Herrn Oberarzt Dr. Stephan Mahlmann und dem Facharzt Herrn Dr. Johannes-Friedrich Kirsch unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Hartmut Link, Medizinische Klinik I in Kaiserslautern.
Um telefonische Voranmeldung wird unter der Nummer (0631) 203-1402 oder -1949 gebeten.
In der Medizinischen Klinik I mit den Schwerpunkten Hämatologie (Blutkrankheiten) und Onkologie (Krebserkrankungen) werden durch das spezialisierte Team viele Patienten mit Leukämie behandelt. Durch die Kooperation mit der DKMS möchte die Klinik dazu beitragen, die Versorgung der Leukämiepatienten weiter zu verbessern.
Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie, darunter auch Kinder und Jugendliche. Für viele ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Doch einen passenden Spender zu finden, ist sehr schwer. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale von Spender und Patient nahezu vollständig übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Übereinstimmung liegt zwischen 1:20.000 und 1: mehreren Millionen. Mit mehr als 1,4 Millionen registrierten potenziellen Stammzellspendern ist die DKMS die weltweit größte Einzeldatei. Dennoch kann noch immer für jeden vierten Patienten, der auf eine Stammzellspende angewiesen ist, kein geeigneter Spender gefunden werden. Um möglichst vielen Patienten die Chance auf Überleben zu geben, arbeitet die DKMS mit aller Kraft am weiteren Ausbau der Datei.
Mit der „Ständigen Einrichtung“ ermöglicht das Westpfalz-Klinikum allen, die helfen wollen, eine flexible und individuelle Aufnahme in die DKMS, unabhängig davon, ob in der Nähe eine Typisierungsaktion stattfindet oder nicht.
Mitmachen kann jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Zunächst werden nur fünf Milliliter (Kubikzentimeter) Blut aus der Armvene benötigt, um die Gewebemerkmale zu bestimmen. Stimmen diese dann mit denen eines Patienten überein, kann es möglicherweise zu einer lebensrettenden Stammzellspende kommen. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion typisieren ließen, brauchen nicht erneut an der Registrierung teilzunehmen - ihre Daten stehen weiter für alle Patienten zur Verfügung.
„Die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen grundsätzlich bereit sind, sich als mögliche Stammzellspender registrieren zu lassen“, weiß Claudia Rutt, Geschäftsführerin der DKMS. Durch die „Ständige Einrichtung“ wird es den Menschen erleichtert, diese Bereitschaft in die Tat umzusetzen.
Neben Kaiserslautern gibt es weitere solcher Einrichtungen in Berlin, Bielefeld, Chemnitz, Detmold, Dresden, Fulda, Hamburg, Hameln, Hövelhof, Köln, Lemgo, Neumarkt i.d.OPf., Nürnberg, Oldenburg, Tübingen, Wiesbaden und Wolfsburg.
Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS bei der Spenderneugewinnung auf Spendengelder angewiesen, denn jede neue Registrierung und Typisierung kostet die DKMS 50 Euro. Für das Projekt „Ständige Typisierungseinrichtung“ hat die DKMS, die Ihren Hauptsitz in Tübingen hat, ein Spendenkonto bei der Deutschen Bank Tübingen, Kontonummer 173330202, BLZ 64070085 eingerichtet. Stichwort: „SEK 015 Berlin“. Jeder Euro zählt!
Informationen zur Typisierung im Klinikum: www.westpfalz-klinikum.de unter Medizinische Klinik I und zur DKMS www.dkms.de.
Prof. Dr. Hartmut Link
Chefarzt, Medizinische Klinik I
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