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Ausführliche Darstellung

Blut- oder Lymphsystemerkrankungen und Krebserkrankungen werden nach neuesten wissenschaftlichen Methoden und in enger Kooperation mit allen anderen Fachdisziplinen der Medizin diagnostiziert und behandelt.

Mit einem breiten Ansatz moderner Therapiestrategien werden Krebszellen gezielt bekämpft. Tumorzellen bei Leukämien, bösartige Lymphsystemerkrankungen, Brustkrebs und Dickdarmkarzinom werden an genetischen Merkmalen erkannt und risikoangepasst behandelt. Damit sind einige Erkrankungen heilbar, andere werden auf Zeit verdrängt, Leiden wird gelindert und das Leben wird verlängert.

Formen in der Tumorbehandlung:

  • Kombinierte Chemotherapie: spezielle Kombinationen hochwirksamer Medikamente zur Behandlung nicht operabler Tumore zerstört Tumorzellen bishin zur Heilung.
  • Die adjuvante (zusätzliche) Chemotherapie bei bestimmten Tumoren (z.B. Dickdarmkarzinom) verringert das Risiko des erneuten Tumorwachstums.
  • Die hochdosierte Chemotherapie und Blutstammzellübertragung ermöglicht sehr gute Behandlungs-Ergebnisse für die meisten bösartigen Erkrankungen von Knochenmark und Lymphsystem und bestimmten weiteren Tumoren bis hin zur Heilung.
  • Immuntherapie Botenstoffe (Zytokine) des Immunsystems und Antikörper werden eingesetzt bei bösartigen Lymphsystemerkrankungen.
  • Strahlentherapiewird häufig in Kombination mit Operation und Chemotherapie eingesetzt.

Je intensiver eine Therapie, desto wichtiger die Begleittherapie (Supportivtherapie) bei Tumorerkrankungen und Tumortherapie:

  • psycho-soziale Begleitung
  • Ernährungstherapie
  • Blutzellersatz
  • Infektionstherapie
  • Anregung der Blutbildung durch Wachstumsfaktoren
  • Schmerztherapie

Qualitätskontrolle und -verbesserung:

  • Festlegung von Behandlungsrichtlinien
  • Zusammenarbeit mit universitären Arbeitsgruppen, Fachgesellschaften und allen in der Region an Tumordiagnostik und -therapie beteiligten Ärzten und Institutionen im Rahmen des "Onkologischen Zentrums Westpfalz (OZW)".
  • Umfangreiche Fortbildungen, Durchführung gemeinsamer Konferenzen, elektronische Kommunikation.
  • Aufbau und Nutzung von Online-Diensten und Datenbanken im Internet.
Oberarzt Dr. Hübner am Mikroskop bei der zyto-hämatologischen Diagnostik
Zytologische Diagnostik von Erkrankungen des Blutes, des Knochenmarkes und des lymphatischen Systems:
  • Beurteilung von Blut- und Knochenmarkausstrichen
  • Spezielle Färbemethoden erlauben Unterscheidung der Zellarten.
  • Spezialfärbungen im hämatologischen Labor der Medizinischen Klinik I erlauben, bösartige Zellen zu erkennen und zuzuordnen.
  • Immunzytologische, zytogenetische, molekulargenetische und histologische Spezialdiagnostik sowie allgemeine Labordiagnostik erfolgt in enger Zusammenarbeit durch weitere Institute des Klinikums.
  • Die Analyse, Archivierung und Verwaltung anfallender Daten und Bilder erfolgt computergestützt.
  • Ein Bilderkennungssystem wird derzeit zur Unterstützung des Hämatologen in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Kaiserslautern (Prof. Dr. Ing. Pandit) entwickelt.

Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation bei bösartigen Erkrankungen
Therapieprinzip: Stammzellen der Blutbildung werden aus dem Blut herausgefiltert, in Flüssigstickstoff gelagert und im Anschluss an die Hochdosis-Chemotherapie dem Patienten zurückzugeben.
Vorteil: Höhere Wirkdosis der Chemotherapie zur Tumortherapie ohne langfristige Schädigung der Blutbildung.
Anwendung: Bei bestimmten Stadien folgender Erkrankungen:

  • akute Leukämie
  • chronische myeloische oder lymphatische Leukämie
  • maligne Lymphome
  • Plasmozytom
  • und bestimmte weitere Tumorerkrankungen

Qualitätskontrollen und -sicherung:
Im Qualitätszirkel Stammzelltransplantation des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Rheinland-Pfalz kooperieren Vertreter der Transplantationskliniken (Mainz, Idar-Oberstein, Ludwigshafen, Kaiserslautern), der Krankenkassen, des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und des Ministeriums.

Ambulante Betreuung von Patienten mit Blutkrankheiten und Tumorleiden
Ziel: Ambulante Versorgung wenn möglich, stationäre Versorgung wenn nötig.

Vorteile der 1983 am Klinikum Kaiserslautern eingerichteten onkologische Ambulanz:

  • Verbesserung der Lebensqualität durch ambulante und bedarfsgerechte Entscheidung zur stationären Behandlung.
  • Fachspezifische Beratung der Patienten und der betreuenden Kollegen bezüglich hämatologischer und onkologischer Diagnostik und Therapien
  • Durchführung verschiedener Formen der Tumortherapien (Chemo- und Immuntherapie).
  • Transfusionsbehandlung
  • Schmerztherapie
  • Wichtiges Bindeglied zwischen ambulanter hausärztlicher Versorgung und stationärer Behandlung, durch enge Abstimmung mit allen Partnern in der Patientenversorgung.
  • Für die Diagnostik ist eine Überweisung durch einen Internisten erforderlich,und für die Überweisung zur Therapie durch einen fachärztlichen Internisten.


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Onkologisches Zentrum Westpfalz
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