Die Divertikulitis ist eine häufige, gutartige Erkrankung des Dickdarmes.
Sie entsteht durch eine Entzündung von Ausstülpungen der Darmwand, sog. Divertikeln. Ca. 60% der Bevölkerung über 60 Jahren leiden an solchen Divertikeln. Das Vorhandensein von Divertikeln wird als Divertikulose bezeichnet . Divertikel können entlang des gesamten Dickdarmes entstehen.
30 % der Divertikelträger entwickeln im Verlauf ihres Lebens Symptome. Am häufigsten kommt es zu einer Entzündung, der Divertikulitis. Hauptlokalisation dieser Divertikulitis ist der S-förmige, linksseitige Dickdarmanteil, das Colon sigmoideum (Sigma).
Die Erkrankung verläuft zumeist in mehreren Schüben und wird in unterschiedliche Stadien eingeteilt. Die Beschwerden reichen von leichten linksseitigen Unterbauchschmerzen bis hin zum lebensbedrohlichen Darmdurchbruch mit Bauchfellentzündung.
Somit erstreckt sich die Therapie von ambulanter Nahrungsumstellung und Antibiotikagabe bis hin zur notfallmäßigen Dickdarmoperation mit Entfernung des entzündeten Colonanteils und Anlage eines künstlichen Darmausganges.
Wenn operiert werden muß, ist ein minimal invasives Vorgehen mittels Schlüssellochoperation, die Methode der Wahl.
Die Behandlung der Divertikulitis ist eine interdisziplinäre Herausforderung und bedarf einer engen Zusammenarbeit zwischen Radiologen, Internisten und Chirurgen sowie niedergelassener Kollegen.
Die Behandlung von Patienten sollte durch optimale Koordinierung des Ablaufes von der Diagnostik bis zu den modernen Behandlungsmethoden gekennzeichnet sein.


