Schwierigkeiten bei der Entwicklung, Störungen der Aufmerksamkeit, Krampfanfälle oder andere Beschwerden des Nervensystems - in diesen Fällen ist es wichtig, die Ursachen zu suchen und zu behandeln. Gern stehen wir Ihnen mit unserem Fachwissen zur Seite!

Die Neuropädiatrie bei Kindern

Für alle Fragen rund um die neurologischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter bieten wir eine ambulante privatärztliche und stationäre Diagnostik und Behandlung an, insbesondere bei:

  • Krampfanfällen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Stoffwechselerkrankungen
  • neurodegenerativen Erkrankungen
  • Entwicklungsstörungen
  • Hyperkinetischen Störungen (z.B. ADHS, Tic-Störungen) in Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Dienst der Kinderklinik

Die neurologische Untersuchung von Neugeborenen und Säuglingen erfolgt unter Einbeziehung der Lagereaktionen nach Vojta.

Diagnostische Schwerpunkte:

  • neurologische Untersuchung von Kindern und Jugendlichen
  • Entwicklungsdiagnostik
  • (privatärztliche) ambulante und stationäre Routine-EEG-Untersuchungen mit Provokationsmethoden wie Hyperventilation, Photostimulation und Schlafentzug
  • mobile Langzeit-EEG-Untersuchungen
  • stationäre Langzeit-Video-EEG-Untersuchungen

Elterninfos: Was ist ein EEG?

EEG ist die Abkürzung für Elektroenzephalographie und bedeutet die Aufzeichnung der bioelektrischen Aktivität des Gehirns.

Das EEG-Bild verändert sich mit dem Alter und ist abhängig vom Wachheitszustand. Beurteilt werden Allgemeinveränderungen, Herd-Veränderungen und Zeichen einer erhöhten Erregbarkeit.

Mögliche Gründe für ein EEG sind Anfallsleiden (wobei ein unauffälliges EEG ein Anfallsleiden nicht ausschließt), Hirnschädigungen bei Entzündungen des Gehirnes, Stoffwechselerkrankungen oderVergiftungen sowie bei einigen Unklarheiten. In der Diagnostik von Hirntumoren und anderen Strukturveränderungen des Gehirns wird das EEG zunehmend ersetzt von bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomographie.

Die EEG-Untersuchung ist unschädlich, schmerzlos und beliebig oft wiederholbar. Die Routine-EEG-Untersuchung wird ergänzt durch Stimulationsverfahren. Zur Provokation von Krampfpotentialen und/oder Herdbefunden verwendet man die Hyperventilation (schnelle Atmung). Das Abatmen von CO2 führt zur Alkalose und damit zur Verminderung der Hirndurchblutung. Die Photostimulation mit Lichtreizen unterschiedlicher „Blitzgeschwindigkeit“ kann hierbei verschiedene EEG-Veränderungen erst sichtbar machen. Ein EEG im Schlaf nach Schlafentzug als Provokationsmethode kann bei unauffälligem EEG im Wachen ebenfalls eine Art von „Krampfanfalls-Veränderungen“ sichtbar machen.

Der Zeitaufwand für eine Routineuntersuchung ist mit ca. 30 Minuten gering. Routine-EEG-Untersuchungen leiten wir ab im EEG-Labor, das über zwei Untersuchungsplätze verfügt. Notfalluntersuchungen können wir mit einer mobilen Video-EEG-Einheit am Patientenbett auf Station durchführen. Das mobile Video-EEG wird ebenfalls für 24-Stunden-EEG-Ableitungen am Patientenbett auf Station eingesetzt. Die gleichzeitige Aufzeichnung des EEG mit einer Videoaufnahme kann helfen, unklare Anfallsereignisse mit EEG-Veränderungen zu korrelieren und zur Epilepsiediagnose führen. Die Auswertung eines kindlichen Langzeit-Video-EEG ist aufwendig und dauert mehrere Stunden. Das mobile Langzeit-EEG kann ambulant eingesetzt werden und erlaubt die Analyse des EEG während des normalen Tagesablaufs und erhöht die Wahrscheinlichkeit selten auftretende EEG-Veränderungen zu dokumentieren.

Was können Eltern tun, damit ein EEG gut gelingt?

Für ein EEG sollten Sie etwa eine Stunde Zeit einplanen. Damit der Ablauf reibungslos klappt, sollten Sie zum EEG-Termin bitte pünktlich kommen.

Vor dem EEG sollten Haare und Kopfhaut des Kindes frisch gewaschen sein, weil eine fettige Kopfhaut den Kontakt erschwert. Erfahrungsgemäß ist es am besten, den Kopf am Abend vor dem Termin zu waschen.

Für einen Säugling empfiehlt es sich, das gewohnte Fläschchen mitzubringen. Das Kind kann damit vor dem EEG gesättigt werden und während des EEGs beruhigt oder aber mit der Brust gestillt werden. Ein Kleinkind sollte von einer vertrauten Bezugsperson begleitet werden, am besten von der Mutter. Für ein Kleinkind kann man beispielsweise ein geliebtes Stofftier, eine Schmusedecke oder ein vertrautes Bilderbuch zum Anschauen und Vorlesen mitbringen.

Je nach Alter wäre es ideal, das Kind vorzubereiten und ihm vorher schon zu erzählen, dass es demnächst einmal mit einer lustigen Mütze auf dem Kopf eine Zeitlang sitzen muss. Auf diese Weise lässt sich eine Ängstlichkeit meist schon im Vorfeld vermeiden. Wichtig ist auch, dass die Begleitperson entspannt bleibt und Ruhe ausstrahlt, diese Stimmung überträgt sich meistens auf das Kind und erleichtert die Untersuchung.