Ärztliche Weiterbildung in der Unfallchirurgie und Orthopädie

Volle Weiterbildungsermächtigung

Chefarzt Priv.Doz. Dr.med. H. Winkler verfügt im Einzelnen über folgende Weiterbildungsermächtigungen:

  • Chirurgie 1 Jahr (nach alter WBO)
  • Unfallchirurgie 3 Jahre (nach alter WBO)
  • Orthopädie und Unfallchirurgie 4 Jahre
  • Spezielle Unfallchirurgie 3 Jahre
  • Basisweiterbildung (Common Trunk) 18 Monate – die im Common Trunk geforderte intensivmedizinische Weiterbildung erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Anästhesiologie und Notfallmedizin I für 6 Monate in der interdisziplinären Intensivstation (kein Klinikwechsel!)

Die gesamte orthopädisch-unfallchirurgische Ausbildung erfolgt vollständig innerhalb unserer Klinik am Standort I in Kaiserslautern.

Zur Abdeckung des geforderten Spektrums besteht für neurotraumatologische Notfälle eine langjährige Kooperationen mit der Neurochirurgischen Klinik. Die notwendigen Kenntnisse in der Sonographie der Säuglingshüfte werden in Zusammenarbeit mit unserer Kinderklinik vermittelt; die Gelenk- und Weichteilsonographie ist klinikintern sichergestellt.

Des weiteren besteht die Möglichkeit zur Promotion innerhalb unserer Abteilung. 

Unsere Weiterbildungs-Philosophie

Wir legen seit Jahren großen Wert auf eine strukturierte Weiterbildung der Assistenzärzte/-innen und garantieren Ihre Weiterbildung innerhalb der Weiterbildungszeit. Dazu setzen wir eine chirurgische Eignung und Integration in unser Team voraus. Der Mindestmengen-Operationskatalog sowie seine Beschränkung auf untere und mittlere Schwierigkeitsgrade ist für uns nie ein Thema gewesen - wir möchten nicht nur aufgrund des hohen Operationsaufkommens der Abteilung selbständige, operativ versierte Kolleginnen und Kollegen!

Schulpraktika / Famulaturen

Haben Sie Interesse, Ihr Schulpraktikum (ab dem 16. Lebensjahr; anrechenbar auf ein Krankenpflegepraktikum) in unserer Abteilung zu absolvieren, wenden Sie sich direkt an uns. Sie erhalten Einblicke in das aktuelle Gesundheitswesen und den interessanten Beruf als Unfallchirurg und Orthopäde. Wir würden uns freuen, Sie während Ihres Studiums durch eine Famulatur in unserer Klinik unterstützen zu können. Erwarten Sie eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit in allen Bereichen der Traumatologie und Orthopädie!

Mitarbeiter-Fortbildung

Jährlich stehen jedem Mitarbeiter 10 bezahlte Tage für Fortbildungen zur Verfügung. Regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen / Kongressteilnahmen aller Mitarbeiter sind ausdrücklich erwünscht und werden besonders gefördert. An den Kosten der Fortbildungen beteiligt sich unser Krankenhaus bereits seit 2010.

Evaluation

Evaluation der Weiterbildung in Deutschland und Bewertung unserer Abteilung

Die bisherigen Abteilungsbewertungen durch unsere Ärztinnen / Ärzte in Ausbildung finden Sie als PDF-Datei.

Bei Fragen zu den Auswertungsergebnissen wenden Sie sich gerne an unsere Assistentensprecher:

Dr. med. Katrin Schmitz
E-Mail: kschmitz@westpfalz-klinikum.de
Dr. med. Tim Danko
E-Mail: tdanko@westpfalz-klinikum.de 

Curriculum „Orthopädie und Unfallchirurgie“

Leitbild für das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU, Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V.): Orthopädie und Unfallchirurgie umfasst die Vorbeugung, Erkennung, konservative und operative Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Verletzungen aller Art und deren Folgen sowie von angeborenen und erworbenen Formveränderungen, Fehlbildungen, Funktionsstörungen und Erkrankungen der Halte- und Bewegungsorgane. Dies erfolgt auch unter Einbeziehung fachübergreifender Kompetenz und gilt für alle Altersstufen.

Durch Spezialisierung wird den wechselnden Anforderungen bei der Erfüllung dieser Aufgaben zum Wohle unserer Patienten bestmöglich Rechnung getragen. Wir gewährleisten Kompetenz aus einer Hand. Wir Orthopäden und Unfallchirurgen setzen uns für das Wohlergehen und das Leben unserer Patienten ein und sorgen für eine Behandlung, welche die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen unter Achtung der Menschenwürde und Patientenrechte respektiert. Bei der Wahl unserer Behandlungsverfahren berücksichtigen wir gleichermaßen Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien, gute klinische Praxis sowie vorhandene Ressourcen im Sinne verantwortungsbewussten wirtschaftlichen Handelns.

Wir sind einer zielorientierten Aus-, Weiter- und Fortbildung verpflichtet. Wir fördern Forschung und Lehre und die Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis auf höchstem Niveau. Den Kollegen aus anderen Fachdisziplinen begegnen wir partnerschaftlich und bemühen uns um konstruktive interdisziplinäre Diskussionen, um eine kompetente fachübergreifende Zusammenarbeit sicherzustellen und weiter zu entwickeln.

Die uns anvertrauten Patienten stehen jederzeit im Mittelpunkt aller unserer Bemühungen.

Weiterbildungsermächtigung des Chefarztes

Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie I bietet unter der Leitung von Herrn Chefarzt PD Dr. med. Hartmut Winkler die Weiterbildung im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie, sowie die Zusatzweiterbildung Spezielle Unfallchirurgie. Die Weiterbildungsbefugnis des Chefarztes erstreckt sich jeweils auf den vollen Umfang nach der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz in der aktuellen Fassung von 2006.

Ausbildungsziel Facharztstandard

Die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (im Folgenden „Assistenzärzte“) erlernen unter Aufsicht und Anleitung des Chefarztes die umfassende und sachgerechte Patientenbehandlung entsprechend dem aktuellen Facharztstandard im Gebiet Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Wahrung des Facharztstandards wird gewährleistet durch Fallbesprechungen und Informationsaustausch in den beiden arbeitstäglichen Abteilungsbesprechungen, in der arbeitstäglichen Radiologiekonferenz, sowie bei den Übergabebesprechungen im Wochenend- und Feiertagsdienst. Zusätzlich wird eine wöchentliche Fortbildungsveranstaltung über fachspezifische Themen, sowie ein wöchentliches Beurteilungskolloquium über Gutachtenthemen durchgeführt. Den Assistenzärzten sind in der ZNA und auf den Stationen jeweils 1 – 2 Ober-/ Fachärzte zugeteilt, die jederzeit zur Unterstützung hinzugezogen werden können und sowohl die Wahrung des Facharztstandards gewährleisten als auch den Ausbildungsfortschritt der Assistenzärzte supervidieren.

Grundlegendes zur Ausbildungsstruktur

Die Ausbildung der Assistenzärzte ist gegliedert in die zweijährige Basisweiterbildung Chirurgie (sog. „common trunk“) und die vierjährige Fachweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie. Die geforderten Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten werden im Arbeitsalltag einschließlich Bereitschaftsdienst an den verschiedenen Einsatzorten (ZNA, Sprechstunden, Intensivstation, OP, Allgemeinstationen, Konsiliardienst) vermittelt. Mit dem Recht auf Vermittlung der Weiterbildungsinhalte ist seitens der Klinik die Anforderung an die Assistenzärzte verbunden, sich in Bezug auf die theoretischen Inhalte des Fachgebietes persönlich weiterzubilden, sowie sich mit angemessenem Engagement in die Aufgabenfelder der Klinik zu integrieren. Diese beinhalten auch den Studentenunterricht (klinischer Studienabschnitt, PJ) das Traumazentrum und -netzwerk, sowie das Traumaregister DGU.

Aufgaben der Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung

Folgende Anforderungen werden an die Assistenzärzte gestellt: Schulung und Entwicklung eines ärztlich-chirurgischen Bewusstseins in Patientenbehandlung und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Erlernen und verantwortliches Durchführen einer sachgerechten Patientenbehandlung von Aufnahme bis Entlassung, dies umfasst sowohl ambulante Behandlungen in ZNA und Sprechstunden, als auch auf den Stationen einschließlich prä- und poststationärer Versorgung.

In der Zentralen Notaufnahme obliegen den Assistenzärzten, angepasst an den jeweiligen Ausbildungsstand, folgende Aufgabenbereiche:

  • Erkennen, Erlernen und Durchführen einer sachgerechten Behandlung von Patienten mit orthopädisch-unfallchirurgischen Krankheitsbildern
  • Erlernen und Durchführung der erforderlichen notfallmäßigen Erstbehandlung einschließlich des Schockraummanagements bei Schwerverletzten
  • Aufnahme und Anmeldung aller polytraumatisierter Patienten in das Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie
  • Erkennen der eigenen Grenzen und zeitgerechtes Hinzuziehen des ihnen zugeteilten Fach-/ Oberarztes.

In der operativen Versorgung der Patienten obliegen den Assistenzärzten, angepasst an den jeweiligen Ausbildungsstand, folgende Aufgabenbereiche:

  • Korrekte Vorbereitung des Patienten zur Operation (komplette Dokumentation der erforderliche Befunde, OP-Aufklärungen, OP-Fähigkeit usw.)
  • Korrekte Vorbereitung des Assistenzarztes zur Operation (Kenntnis von Verletzung, geplantem OP-Verfahren und erforderlicher Lagerung)
  • Korrekte Indikationsstellung und Wahl des geeigneten Operationsverfahrens
  • Erlernen und aktive Mitarbeit bei Lagerung des Patienten und erforderlichen Frakturrepositionen
  • Erlernen der korrekten Techniken und Verhaltensweisen, einschließlich der Sprechdisziplin im aseptischen und septischen Bereich
  • Erlernen und Durchführen der Schutzmaßnahmen für Patient, Arzt und Mitarbeiter im OP (Strahlenschutz, Infektionsschutz, Verletzungsschutz)
  • Erlernen und Weiterentwickeln der chirurgischen Assistenztätigkeit (Aktive Unterstützung des Operateurs, weichteilschonende Situsdarstellung, Frakturreposition und -retention, sachgerechte Durchführung der gewählten Operationsverfahren)

In der stationären Versorgung der Patienten obliegen den Assistenzärzten, angepasst an den jeweiligen Ausbildungsstand, folgende Aufgabenbereiche:

  • Umfassende Kenntnis und Überwachung des Behandlungsverlaufes der ihnen zugeteilten Patienten
  • Ärztliche Gesprächsführung mit Patienten und Angehörigen, sowie interdisziplinär mit fachfremden Ärzten und nichtärztlichen Berufsgruppen
  • Korrekte und sachgerechte Dokumentation in der Patientenakte
  • Strukturierte Darstellung des Behandlungsverlaufes in den Ober-/ Chefarztvisiten
  • Strukturiertes Aufnahme- und Entlassmanagement einschließlich der Verfassung eines kompetenten Entlassbriefes und der DRG-relevanten Kodierungen, sowie abschließende Bearbeitung des Traumaregisters bei der Entlassung schwerverletzter/ polytraumatisierter Patienten

Im Folgenden werden die Weiterbildungsinhalte anhand des Logbuches der LÄK RLP als Zielvorgaben dargestellt.

Basisweiterbildung Chirurgie/ „common trunk“ (1. und 2. Jahr)

Die grundlegenden Inhalte (Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten) der Basisweiterbildung Chirurgie gemäß den Allgemeinen Bestimmungen der WBO werden im Berufsalltag mit Einteilung auf den Stationen, in der ZNA und bei der OP-Assistenz von den Oberärzten/ Fachärzten vermittelt und vom Chefarzt als dem WB-Befugten supervidiert.

Der common trunk beinhaltet jeweils 6 Monate Einsatz auf der Intensivstation 06/3 (Anästhesie) und in der Zentralen Notaufnahme. Zusätzlich werden die Assistenzärzte im Rufbereitschaftsdienst der Klinik (OP-Assistenz) eingesetzt. Die geforderten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, in Richtzahlen präzisiert, werden über 24 Monate an den Einsatzorten vermittelt/ erlernt (siehe Tabelle 1).

Fachweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie (3. - 6. Jahr):

Die spezifischen Inhalte (Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten) der Weiterbildung im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie werden im Berufsalltag mit Einteilung auf den Stationen, in der ZNA, bei OP-Assistenz und -Anleitung von den Oberärzten/ Fachärzten vermittelt und vom Chefarzt als dem WB-Befugten supervidiert.

Radiologische Diagnostik

Die Indikationsstellung, Beurteilung und Befundung der fachbezogenen Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes werden in den arbeitstäglichen Klinikbesprechungen und Radiologiekonferenzen vermittelt, die intraoperative Durchleuchtungstechnik unter Anleitung im OP. Jeder Assistenzarzt hat die Möglichkeit und ist aufgefordert, durch Teilnahme an den von der Landesärztekammer zertifizierten Kursen persönlich die Fachkunde im Strahlenschutz („Notfalldiagnostik ...“, „gesamtes Skelettsystem“) zu erwerben, die Kursgebühren werden vom Arbeitgeber erstattet.

Sonographien

Notfallsonographien der Körperhöhlen erfolgen in ZNA und Schockraum, Sonographien von Weichteilen, Gelenken, Thorax und Abdomen auf Intensiv- und Allgemeinstationen, sowie in der ZNA, Sonographien der Säuglingshüfte interdisziplinär unter Anleitung in der Kinderklinik (Freitags 13:00 Uhr).

Theoretische Kenntnisse

Klinikintern findet wöchentlich eine fachbezogene Fortbildungsveranstaltung statt. Hier werden orthopädisch-unfallchirurgische Krankheitsbilder, operative Techniken und themenbezogen der aktuelle wissenschaftliche Stand aus der Fachliteratur kommuniziert. Jeder Assistenzarzt hat Zugang zu einem Internetfähigen PC, auf die Homepage des Springerverlages, sowie zur Klinik-Bibliothek und damit zur aktuellen Fachliteratur.

Klinikintern findet ebenfalls wöchentlich ein fachbezogenes Beurteilungskolloquium statt. Hier werden in aktuellen Fallbesprechungen die Grundlagen, Richtlinien und Entscheidungswege der unfallchirurgischen Begutachtung vermittelt und diskutiert. Charakteristika, Anforderungen und Abläufe des Berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens, incl. Verletzungsartenverfahren, werden kontinuierlich in den arbeitstäglichen Klinikbesprechungen vermittelt und kommuniziert.

Wissenschaftliche Betätigung

Jeder Assistenzarzt hat die Möglichkeit, sich an den wissenschaftlichen Aktivitäten (Traumaregister, klinische Studien, Versorgungsforschung, Case Reports) der Klinik zu beteiligen. Über den Chefarzt ist die Promotion an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität zu Heidelberg möglich.

Studentische Ausbildung

Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Mainz und der Medizinischen Fakultät Mannheim ist die Klinik an der Studentischen Ausbildung im klinischen Studienabschnitt und Praktischen Jahr beteiligt. Die Assistenzärzte sind in die Unterrichtsveranstaltungen und die praktische Studentenausbildung integriert. Die geforderten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, in Richtzahlen präzisiert, werden über 48 Monate vermittelt/ erlernt. Die folgenden Tabellen dienen als Zielvorgabe der von den Ärzten in Weiterbildung zu erbringenden Leistungen, orientiert an den im Logbuch vorgegebenen Richtzahlen.

Curriculum „Spezielle Unfallchirurgie“

Leitbild der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU): Das Leitbild der „Speziellen Unfallchirurgie“ basiert auf dem Leitbild für das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie der DGOU: „Orthopädie und Unfallchirurgie umfasst die Vorbeugung, Erkennung, konservative und operative Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Verletzungen aller Art und deren Folgen sowie von angeborenen und erworbenen Formveränderungen, Fehlbildungen, Funktionsstörungen und Erkrankungen der Halte- und Bewegungsorgane. Dies erfolgt auch unter Einbeziehung fachübergreifender Kompetenz und gilt für alle Altersstufen.

Durch Spezialisierung wird den wechselnden Anforderungen bei der Erfüllung dieser Aufgaben zum Wohle unserer Patienten bestmöglich Rechnung getragen. Wir gewährleisten Kompetenz aus einer Hand. Wir Orthopäden und Unfallchirurgen setzen uns für das Wohlergehen und das Leben unserer Patienten ein und sorgen für eine Behandlung, welche die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen unter Achtung der Menschenwürde und Patientenrechte respektiert. Bei der Wahl unserer Behandlungsverfahren berücksichtigen wir gleichermaßen Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien, gute klinische Praxis sowie vorhandene Ressourcen im Sinne verantwortungsbewussten wirtschaftlichen Handelns.

Wir sind einer zielorientierten Aus-, Weiter- und Fortbildung verpflichtet. Wir fördern Forschung und Lehre und die Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis auf höchstem Niveau. Den Kollegen aus anderen Fachdisziplinen begegnen wir partnerschaftlich und bemühen uns um konstruktive interdisziplinäre Diskussionen, um eine kompetente fachübergreifende Zusammenarbeit sicherzustellen und weiter zu entwickeln.

Die uns anvertrauten Patienten stehen jederzeit im Mittelpunkt aller unserer Bemühungen.“

Zusatzausbildung Spezielle Unfallchirurgie

Die Spezielle Unfallchirurgie umfasst in Ergänzung zur Facharztkompetenz die Behandlung von Verletzungen höherer Schwierigkeitsgrade und deren Folgezuständen sowie die Organisation, Überwachung und Durchführung der Behandlung von Schwerverletzten. Wir Fachärztinnen und Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“ haben eine Führungsrolle und tragen die Verantwortung bei der interdisziplinären Behandlung von Unfallverletzten. Wir verfügen über besondere Erfahrung in der prähospitalen Versorgung, der Notfall- und Intensivmedizin sowie über spezielle Kenntnisse der Pathophysiologie des Traumas. Daher verstehen wir die Mehrfachverletzung als eigenes Krankheitsbild und nicht als Summe von Einzelverletzungen. Auch für die Einzelverletzung ist uns die Wiederherstellung von Anatomie und Funktion, sowie der Lebensqualität des Unfallverletzten ein vorrangiges Ziel. Dazu gehört auch die Behandlung von schwerwiegenden Unfallfolgen und Komplikationen.

Mit allen geeigneten Mitteln tragen wir zur raschen sozialen und beruflichen Wiedereingliederung von Unfallverletzten bei. Aufgrund unserer besonderen Kenntnisse von Verletzungsmustern und ihrer Entstehung leisten wir wichtige Beiträge zu deren Prävention.

Weiterbildungsermächtigung des Chefarztes

Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie 1 bietet unter der Leitung von Herrn Chefarzt PD Dr. med. Hartmut Winkler die Weiterbildung im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie, sowie die Zusatzweiterbildung Spezielle Unfallchirurgie. Die Weiterbildungsbefugnis des Chefarztes erstreckt sich jeweils auf den vollen Umfang nach der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz in der aktuellen Fassung von 2006.

Facharztstandard

Die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung erlernen unter Aufsicht und Anleitung des Chefarztes die umfassende und sachgerechte Patientenbehandlung entsprechend dem aktuellen Facharztstandard im Gebiet Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Fachärzte sind wesentlich in die Wahrung des Facharztstandards einbezogen, indem sie in den Ärzteteams der ZNA und der Stationen eine übergeordnete Position innehaben, speziell im Bereitschaftsdienst. In unserer Klinik wird der Facharztstandard gewährleistet durch Fallbesprechungen und Informationsaustausch in den beiden arbeitstäglichen Abteilungsbesprechungen, in der arbeitstäglichen Radiologiekonferenz, sowie bei den Übergabebesprechungen im Wochenend- und Feiertagsdienst. Zusätzlich wird eine wöchentliche Fortbildungsveranstaltung über fachspezifische Themen, sowie ein wöchentliches Beurteilungskolloquium über Gutachtenthemen durchgeführt. Den Assistenzärzten sind in der ZNA und auf den Stationen jeweils 1 – 2 Ober-/ Fachärzte zugeteilt, die jederzeit zur Unterstützung hinzugezogen werden können.

Grundlegendes zur Weiterbildungsstruktur

Die Inhalte der Weiterbildung gemäß den Allgemeinen Bestimmungen der WBO wurden bereits im Rahmen der jeweiligen Facharzt-Weiterbildung erworben. Dies betrifft sowohl die nach der alten WBO (1993) erworbenen Facharztbezeichnungen im Gebiet Chirurgie (7) mit Schwerpunkt Unfallchirurgie (7.C.3) und im Gebiet Orthopädie (29), als auch die nach der neuen WBO (2006) erworbene Facharztbezeichnung im Gebiet Orthopädie und Unfallchirurgie (6 und 6.5).

Die Zusatzweiterbildung Spezielle Unfallchirurgie (49) erstreckt sich über 3 Jahre, 12 Monate können in die Gebietsweiterbildung „versenkt“ werden. Mit der Zusatzweiterbildung erhalten unsere Fachärztinnen und Fachärzte (im Folgenden „Fachärzte“) die Möglichkeit, ihre Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten im unfallchirurgischen Spektrum eines Klinikums der Maximalversorgung weiterzuentwickeln, zu vertiefen und zunehmend selbständig anzuwenden.

Den Fachärzten obliegt im Arbeitsalltag und im Bereitschaftsdienst eine übergeordnete Stellung in den unfallchirurgischen Teams der Zentralen Notaufnahme und der Stationen. Ihr Einsatz im OP umfasst u. a. die erste Assistenz und angeleitete Durchführung von Operationen höherer Komplexität, angepasst an den jeweiligen Ausbildungsstand, sowie die Anleitung der Assistenzärzte in Weiterbildung. Zusätzlich werden die Fachärzte unter Supervision eines Oberarztes im Konsiliardienst der Klinik eingesetzt. Mit dem Recht auf Vermittlung der Weiterbildungsinhalte ist seitens der Klinik die Anforderung an die Fachärzte verbunden, sich in Bezug auf die theoretischen Inhalte der Fachgebiete Orthopädie, Unfallchirurgie und Spezielle Unfallchirurgie im Spektrum eines Akademischen Lehrkrankenhauses der maximalen Versorgungsstufe persönlich weiterzubilden, sowie sich mit angemessenem Engagement in die Aufgabenfelder der Klinik zu integrieren.

Folgende Anforderungen werden an die Fachärzte gestellt:

  • Weiterentwicklung des ärztlich-chirurgischen Bewusstseins in Patientenbehandlung und interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • Verantwortliche Supervision, Unterstützung und Anleitung der ihnen als Team zugeteilten Ärzte in Weiterbildung (ZNA, Stationen, Regeldienst, Bereitschaftsdienst)
  • Verantwortliche Durchführung einer sachgerechten Patientenbehandlung gemäß aktuellem Facharztstandard (ZNA, Sprechstunden, stationäre Behandlung einschließlich prä- und poststationärer Versorgung, Konsiliardienst)
  • Erkennen eigener Grenzen und zeitgerechtes Hinzuziehen des zugeteilten Oberarztes

Im Bereitschaftsdienst (aktuell: 1 Facharzt und 1 Assistenzarzt anwesend; 1 Oberarzt und 1 Assistenzarzt in Rufbereitschaft) ist der Facharzt der Team-Leader. Ihm obliegt die Wahrung des Facharztstandards in der Erkennung, Einschätzung und Erstversorgung von Verletzungen und akuten Verletzungsfolgen. Dies beinhaltet insbesondere das Management von schwerverletzten Patienten in Schockraumphase, Crash-Diagnostik und weiterer Versorgung (OP, ICU), einschließlich der sachgerechten Dokumentation in Krankenakte, Traumaregister DGU und BG-Verletzungsartenverfahren. Der Facharzt führt gemäß seinem Ausbildungsstand selbständig mit dem Assistentenrufdienst erforderliche Notfalloperationen durch und wird durch den zuständigen Oberarzt unterstützt und supervidiert.

Im Folgenden werden die Weiterbildungsinhalte anhand des Logbuches der LÄK RLP als Zielvorgaben dargestellt. Die geforderten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden werden über 36 Monate vermittelt/ erlernt. Die folgenden Tabellen dienen als Zielvorgabe der von den Fachärzten zu erbringenden Leistungen, orientiert an den im Logbuch vorgegebenen Richtzahlen.