Willkommen in unserer Klinik

Aufgabengebiet der neurochirurgisch / neurologischen Frührehabilitation ist der frühestmögliche Einsatz eines eigenständigen Therapiekonzeptes zur Behandlung von Patienten mit schwerer Schädigung des zentralen und peripheren Nervensystems.

Die Notwendigkeit des frühen Therapiebeginns in der neurochirurgischen Rehabilitation basiert auf der zeitlich begrenzten Fähigkeit zur Reorganisation der geschädigten Nervenverbindungen. Nur durch den rechtzeitigen Einsatz individueller, funktionsabhängiger Behandlungen können diese Lernprozesse geleitet und Fehlsteuerungen vermieden werden.

Wem wir helfen

Aufgenommen werden Patienten nach Schädel-Hirn-Verletzungen, nach operativen Eingriffen an Gehirn und Rückenmark, nach Hirnblutungen, zerebralen Gefäßmissbildungen, Hirninfarkten und entzündlichen Hirnerkrankungen. Übernommen werden Patienten nach Akutversorgung oder Operation der genannten Erkrankungen. Sie sollten sich in der Phase ausreichender medizinischer Stabilität und noch fehlender oder geringer Aktivität im Alltag befinden.

Durch die Einbettung der Klinik für Frührehabilitation in ein Haus der Maximalversorgung können auch Patienten mit hohem Schweregrad versorgt werden.

Patienten können uns durch die ärztlichen Kollegen der akutversorgenden Kliniken angemelden werden. Die Kontaktaufnahme und Anmeldung erfolgt über unser Sekretariat. Nach Rücksprache können auch beatmete Patienten auf die uns zur Verfügung stehenden Betten der Interdisziplinären Intensivstation aufgenommen werden. Die Behandlung in unserer Klinik erfolgt sozialrechtlich als Akutbehandlung nach §39 SGB V.

Wie wir helfen

Die Klinik für Frührehabilitation verfügt über 35 Betten mit zentrale Monitorüberwachung, davon 8 Observationsbetten. Weiterhin verfügt die Klinik über zwei Behandlungsbetten auf der interdisziplinär geführten Intensivstation mit der Möglichkeit der Beatmung. Somit ist die Übernahme der Patienten nach schwerer Schädel-Hirn-Verletzung, operativen Eingriffen am Gehirn und Rückenmark, Hirnblutungen, zentralen Gefäßmißbildungen, Hirninfarkten und entzündlichen Erkrankungen von den Intensivstationen der primär versorgenden Kliniken sichergestellt.

Neben den bildgebenden Untersuchungsverfahren steht in unserer Klinik ein neurophysiologisches Diagnostiklabor mit EEG, EMG, evozierten Potentialen und trans- und extrakranieller Dopplersonographie sowie eine Endoskopische Dysphagiediagnostik zur Verfügung.

Durch die benachbarten Kliniken für Innere Medizin, Angiologie, Chirurgie, Gefäßchirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie können weitergehende Diagnostik und Therapie für unsere Patienten konsiliarisch durchgeführt werden.

Die ärztliche Versorgung erfolgt durch Fachärzte der Richtung Neurochirurgie, Neurologie und Rehabilitationsmedizin. Dabei werden die Akutdiagnostik abgeschlossen, Rehabilitationspläne erstellt, Komplikationen behandelt, Prognosen erstellt und Patienten und Angehörige zum weiteren Vorgehen beraten.

Wer zur Behandlung beiträgt

Nach Diagnosestellung und Ermittlung des Rehabilitationspotentials erfolgt die Therapie nach einem individuell erstellten Plan.

Bei der Behandlung stehen die Bewegungstherapie, die Behandlung von Wahrnehmungsstörungen und die fazioorale Therapie im Vordergrund. Reaktivierende stimulierende Pflege (J. Hartmann, Stationsleitung) führt zur frühzeitigen Mobilisierung.

Ergotherapeuten (W. Schreiner, Fachbereichsvertretung) führen kognitive Stimulationen durch und trainieren Raumorientierung, Koordination und Alltagsaktivitäten.

Physiotherapeuten (St. Wagner; Fachbereichsvertretung) bauen pathologische Reflexmuster ab, fördern die Willkürmotorik und die Normalisierung des Muskeltonus bei Spastik.

Sprachtherapeuten (St. Raquet, Fachbereichsvertretung) unterstützen die Sprachanbahnung und passen computergestützte Kommunikationssysteme an. Durch begleitende neuropsychologische und psychotherapeutische Maßnahmen wird die Wiedereingliederung der Patienten vorbereitet.

Ziel der Behandlung in unserer Klinik ist die medizinische Stabilisierung, die Wiederherstellung oder Verbesserung von Alltagsfunktionen und die Vorbereitung der Wiedereingliederung in Beruf und Gesellschaft. Patienten, die ein Mindestmaß an Alltagsfunktionen erreicht haben, können von uns aus in eine weiterführende Rehabilitation verlegt werden. Organisatorisch werden die Patienten und ihre Angehörigen hierbei von unserem Sozialdienst unterstützt. Der Sozialdienst ist ebenfalls Ansprechpartner bei Verlegungen zur pflegerischen Versorgung.