Klinik für Neurochirurgie

Aufgabe der Neurochirurgie ist die Behandlung der operationsbedürftigen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems.

Die Klinik verfügt über 33 allgemeinstationäre Betten. Eine optimale akut- wie prä- und postoperative Betreuung ermöglicht eine Intensivbehandlungseinheit mit sieben Therapiebetten für beatmungspflichtige sowie vier Observationsbetten für kontinuierlich überwachungsbedürftige Patienten.

Die ärztliche Versorgung gewährleisten neben dem Chefarzt zwei Fachärzte für Neurochirurgie in Oberarztfunktion, zwei Fachärzte für Neurochirurgie als Assistenzärzte, vier Assistenzärzte und zwei Ärzte im Praktikum.

Schwerpunkte der Klinik

  • Behandlung von Schädel-, Hirn- und Wirbelsäulenverletzungen
  • Behandlung von Bandscheibenerkrankungen
  • Behandlung von Tumoren des zentralen und peripheren Nervensystems
  • Behandlung von Tumoren der Schädelbasis
  • Behandlung von Gefäßmissbildungen wie Angiomen und Aneurysmen
  • Behandlung spontaner intracerebraler Blutungen
  • Behandlung von Verletzungen und Schäden peripherer Nerven
  • Behandlung angeborener Fehlbildungen wie Hydrocephalus und Meningocele
  • Behandlung medikamentös nicht beherrschbarer Schmerzsyndrome
  • Stereotaxie zur punktgenauen Entnahme von Hirngewebe
  • Methoden der interventionellen Radiologie (z. B. die Embolisation angeborener Gefäßfehlbildungen)

Operationstechnische Ausstattung und besondere Verfahren

  • Laserchirurgie mit Einsatz thermisch und ablativ wirkender Systeme
  • Neuronavigationssystem für die zielpunktgenaue Hirn-und Wirbelsäulenchirurgie
  • Stereotaktische Biopsie und stereotaktisch geführte Operationstechnik
  • Einsatz von Ultraschallaspirationstechnik (Cusa-Technik)
  • Fluoreszenz-gesteuerte Tumordetektion in der Gliomchirurgie

Für die Diagnostik steht neben bildgebenden Untersuchungsverfahren (Computertomographie und Kernspintomographie) ein neurophysiologisches Labor für Elektroencephalographie, Elektromyographie, evozierte Potentiale und transkranielle Doppler-Untersuchungen zur Verfügung.

Die Mikrochirurgie stellt das Basiskonzept neurochirurgischer Eingriffe dar.

In der Tumor-, Bandscheiben- und Schmerzchirurgie werden Thermokoagulationsgeräte, Lasersysteme, Ultraschallaspirationstechnik, Neuronavigation und stereotaktisch geführte Techniken eingesetzt. In der Intensivbehandlungseinheit stehen für Therapie und Observation von Herz, Kreislauf und Atmung Geräte für Neuromonitoring (Hirndruck, EEG) zur Verfügung.

Um Chancen zur Rückbildung neurologischer Defizite und kognitiver Störungen optimal zu nutzen, werden bereits in der Akutphase physiotherapeutische, ergotherapeutische und logopädische Behandlungsmaßnahmen in das Gesamtkonzept integriert und bedarfsweise durch neuropsychologische Verfahren ergänzt.