Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS

In der Medizinischen Klinik I mit den Schwerpunkten Hämatologie (Blutkrankheiten) und Onkologie (Krebserkrankungen) behandeln wir viele Patienten mit Leukämie. Durch die Kooperation mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS möchten wir dazu beitragen, die Versorgung der Leukämiepatienten weiter zu verbessern.

Seit dem Jahr 2006 sind wir anerkannt als „Ständige Einrichtung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS“. Für die Bewohner des Landkreises bedeutet das zweierlei:

  • potenzielle Stammzellspender können sich für die Knochenmarkspenderdatei nun leichter typisieren und registrieren lassen (das geht übrigens ganz einfach mit einem Wangenabstrich bzw. nur 5 mm Blut)
  • je mehr Stammzellspender registriert sind, desto höher sind die Chancen für Leukämiepatienten, einen „genetischen Zwilling“ als Stammzellspender zu finden

In den letzten Jahren konnte schon vielen Krebspatienten durch die Knochenmarkspenderdatei geholfen werden. Damit auch Sie helfen können, hier die weiteren Infos:

Termine für die DKMS-Knochenmarkspenderdatei:
Montags bis donnerstags von 14 bis 15:30 Uhr

Ort der „Ständigen Einrichtung“ der DKMS:
Westpfalz-Klinikum Gebäude 2 im EG
(Abt. Hämatologie und Onkologie)

Wichtig: eine telefonische Voranmeldung unter

Tel.0631 203-1402 oder 203-1949

Übrigens: Die „Ständige Einrichtung“ wird vom Team der Ambulanz für Hämatologie und Onkologie betreut: Oberarzt Dr. Stefan Mahlmann und Facharzt Dr. Johannes-Friedrich Kirsch unter der Leitung von Herrn Chefarzt Prof. Dr. Hartmut Link.

Hintergrundinfos zur Stammzellspende – auch Geldspenden helfen!

Stammzellspende zur Leukämietherapie

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie, darunter auch Kinder und Jugendliche. Für viele ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Doch einen passenden Spender zu finden, ist sehr schwer. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale von Spender und Patient nahezu vollständig übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Übereinstimmung liegt zwischen 1:20.000 und 1: mehreren Millionen. Dennoch kann noch immer für jeden vierten Patienten, der auf eine Stammzellspende angewiesen ist, kein geeigneter Spender gefunden werden.

Um möglichst vielen Patienten die Chance auf Überleben zu geben, arbeitet die DKMS am weiteren Ausbau der Datei. Mit der „Ständigen Einrichtung“ ermöglicht das Westpfalz-Klinikum allen, die helfen wollen eine flexible und individuelle Aufnahme in die DKMS, unabhängig davon, ob in der Nähe eine Typisierungsaktion stattfindet oder nicht.

Mitmachen kann jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Zunächst werden nur 5 Milliliter Blut aus der Armvene oder ein Abstrich der Wangenschleimhaut benötigt, um die Gewebemerkmale zu bestimmen. Stimmen diese dann mit denen eines Patienten überein, kann es möglicherweise zu einer lebensrettenden Stammzellspende kommen.

Bitte helfen Sie – als Stammzellspender oder mit einer Geldspende!

Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS bei der Spenderneugewinnung auf Spendengelder angewiesen, denn jede neue Registrierung und Typisierung kostet die DKMS 50 Euro. Für das Projekt „Ständige Typisierungseinrichtung“ hat die DKMS, die ihren Hauptsitz in Tübingen hat, ein Spendenkonto bei der Deutschen Bank Tübingen, Kontonummer 173330202, BLZ 64070085 eingerichtet. Stichwort: „SEK 015 Berlin“. 

Übrigens: Bei der Eröffnung der „DKMS - Deutsche Knochenmarkspenderdatei“ als erste dauerhafte Einrichtung in Rheinland-Pfalz wurden wir unterstützt von bekannten Kaiserslauterer Prominenten des Fußballs, nämlich Ex-FCK-Profi und Fußball-Nationalspieler Olaf Marschall sowie Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk.

Die Fotos zeigen Dr. Markus Merk bei der Beratung und Aufnahme der Personalien durch Dr. Britta Schäfer sowie bei der Blutentnahme durch Dr. Johannes-Friedrich Kirsch, auf dem dritten Bild ist Olaf Marschall bei der Erfassung der Daten zu sehen und das vierte Bild zeigt unseren Geschäftsführer Peter Förster nach der Blutentnahme.

Dr. Markus Merk bei der Beratung und Aufnahme der Personalien durch Dr. Britta Schäfer
Dr. Markus Merk bei der Blutentnahme durch Dr. Johannes-Friedrich Kirsch
Olaf Marschall bei der Erfassung der Daten für die DKMS-Spenderdatei
Peter Förster nach der Blutentnahme