Schwerpunkt Inkontinenz

Ob bei einer Harn- oder einer Stuhlinkontinenz: es gibt kaum eine Erkrankung, bei der Betroffene viel Mut brauchen, darüber zu sprechen. Obwohl schätzungsweise mehr als 4 Millionen Menschen in Deutschland an einer Form von Inkontinenz leiden, trauen sich nur etwa 40 % über ihr Problem zu sprechen. Harn- und Stuhlinkontinenz gehören zu den Erkrankungen, welche die Lebensqualität der Betroffenen entscheidend einschränken.

Die Fortschritte in der Medizin ermöglichen in vielen Fällen Hilfe und Heilung. In der Frauenklinik in Kirchheimbolanden bieten wir rund und das Thema Harn- oder Stuhlinkontinenz folgende Leistungen:

Coloproktologie (Diagnostik)

  • Starrre und flexible Endoskopien: Rektoskopie, Proktoskopie, Coloskopie, im Bedarfsfall auch in Narkose. 
  • Anorektale Funktionsdiagnostik zur Abklärung von Inkontinenz und Obstipation.
  • Ultraschalldiagnostik des Abdomens einschließlich Endosonografie von Rektum- und Analkanal.
  • Defäkografie zur Abklärung funktioneller Störungen des Beckenbodens und Analkanals.

Möglichkeiten der Therapie

  • Haemorrhoidektomie einschließlich funktionsverbessernder plastischer Verfahren (Anoderm-Läppchenplastik nach FANSLER/ARNOLD)
  • Fistelchirurgie (auch bei M. Crohn):
    - Primäre Fistelsanierung durch Lay-open-technique oder Mucosa-flap-technique (nach PARKS).
    - Sekundäre Fistelsanierung bei Kontinenzgefährdung mittels primärer Fadendrainage und zweiseitiger Fistelfreilegung im Intervall.
    - Fissurektomie bei chronischen Analfissuren ohne und mit situationsgerechter, funktionskritischer Sphinkterotomie.
  • Kontinenz-wiederherstellende Operation am Sphinkterapparat und Beckenboden:
    - Anteriore Sphinkterrekonstruktion, Pre- und Postanal Repair (nach PARKS)