Pro Jahr werden etwa 1400 Patienten auf der Station 10/5 intensivmedizinisch versorgt. Aufgenommen werden alle intensivüberwachungs- und intensivtherapiepflichtigen Patienten der konservativ-medizinischen Fachgebiete des Klinikums, nach Maßgabe der Kapazitäten auch Notfälle aus dem chirurgischen Bereich. Zudem ist die Internistische Intensivstation primäre Anlaufstelle für den Notarzt für lebensbedrohlich erkrankte internistische Notfallpatienten. Gemäß dem Auftrag des Hauses als Schwerpunkt-Klinikum betreuen wir Patienten, die uns als Notfälle aus der gesamten Region zugewiesen werden und arbeiten eng mit den umliegenden kleineren Krankenhäusern zusammen.

Die Versorgungsschwerpunkte sind

  • lebensbedrohliche Erkrankungen aus allen Bereichen der Inneren Medizin und angrenzenden Fachgebieten
  • Sepsis und Multiorganveragen
  • Pneumonien, dekompensierte COPD, Lungenversagen (ARDS) und schwieriges Weaning
  • Akuter Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz und kardiogener Schock, Herzrhythmusstörungen, Überwachung nach perkutanem Aortenklappenersatz und Mitra-Clipping
  • endokrinologische Erkrankungen
  • Intoxikationen
  • Akute gastrointestinale Blutungen, Leberversagen und akute Pankreatitis in enger Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin 3 (Prof. Dr. J. Rädle)
  • Intensivpflichtige hämatologisch-onkologische Erkrankungen in enger Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin 1 (Prof. Dr. G. Held)
  • Nierenversagen und Gerinnungsstörungen in enger Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin 3 (Ltd. Arzt Dr. T. Rath, OA Dr. S. Ziefle)
  • intensivpflichtige nieren- oder herztransplantierte Patienten

Neben der ärztlichen Leitung (Dr. T. Erchinger, Internist, Spezielle Internistische Intensivmedizin, Notfallmedizin) und einer Oberärztin (Frau F. Benner, Internistin, Spezielle Internistische Intensivmedizin, Palliativmedizin) sind 8 Assistenzärzte/innen in Weiterbildung voll- und teilzeitig im Schichtdienst tätig. Eine Weiterbildungsbefugnis für 24 Monate für den Erwerb der Zusatzweiterbildung Internistische Intensivmedizin liegt vor.

Der Pflegebereich ist mit examinierten Krankenschwestern/Krankenpflegern in Voll- und Teilzeit besetzt, die zu einem Teil die Fachweiterbildung zur Fachkrankenschwester/Pfleger für Anästhesie- und Intensivpflege besitzen. Der Erwerb dieser Fachweiterbildung ist an unserem Hause möglich und wird gefördert. Zu den Pflegekräften zählen auch Praxisanleiter und Mentoren, die die Aus- und Weiterbildung der entsprechenden Mitarbeiter begleiten.

Vervollständigt wird das Team der Internistischen Intensivstation 10/5 durch Physiotherapeuten, Versorgungskräfte, Reinigungskräfte, Sekretärinnen und Klinikseelsorger.

Die Station verfügt neben einem Eingriffsraum über 15 Bettplätze in sieben tageslichtbeleuchteten Zimmern, darunter ein Einbettzimmer für die Behandlung von infektiösen oder infektionsgefährdeten Patienten. Alle Bettplätze sind mit einem kontinuierlichen Echtzeitmonitoring ausgerüstet.

Unser Leistungsspektrum:

  • Invasives und nichtinvasives Monitoring an jedem Bettplatz mit EKG Speicher für 24 Stunden an einem Zentralmonitor
  • Erweitertes hämodynamisches Monitoring (Vigileo, PICCO, PAK)
  • Ultraschalldiagnostik bettseitig (Sonographie, Echokardiographie einschließlich TEE, Doppler- und Duplexsonographie)
  • Diagnostische und therapeutische Punktionen (Pleura, Abdomen, Liquor, Perikard)
  • Bronchoskopische Untersuchungen mit einem stationseigenen Bronchoskop
  • Hypothermiebehandlung bei Patienten nach kardiopulmonaler Reanimation
  • Invasive und nicht invasive Beatmung mit sieben modernen Intensivrespiratoren, 2 BiPAP Geräten, zwei High-Flow CPAP Geräten und zwei Transportbeatmungsgeräten
  • Anpassung von Heimbeatmungsgeräten
  • On-site Labor mit stationseigenem BGA-Gerät
  • intraaortale Ballonpumpe (IABP) in enger Kooperation mit der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie
  • Betreuung von Patienten mit implantierter Impella
  • Anlage von passageren transvenösen Schrittmachern
  • Durchleuchtungsmöglichkeit on-site
  • Nieren- oder Leberersatz-Therapie und Plasmaseparation in enger Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin 3
  • Enterale und parenterale Ernährung
  • Isolationsbett
  • Mobilisation
  • Schmerz- und Palliativtherapie

Wir sind bestrebt jeden Patienten optimal zu versorgen und neben dem lebensrettenden und lebenserhaltenden Einsatz der Apparate- und Maximalmedizin den einzelnen Patienten in seiner Individualität zu respektieren und seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen, soweit es uns möglich ist nachzukommen. Die Einbindung in die therapeutischen Entscheidungen und die Betreuung der Angehörigen ist uns wichtig.