Den Schmerz ausschalten und bei manchen Operationen auch das Bewusstsein – das sind die Aufgaben, die unseren PatientInnen am wichtigsten sind. Bei diesen Aufgaben sind wir gern für Sie da!

Willkommen im Institut für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin 2

Die Anästhesie ist eine der jüngeren eigenständigen Fachdisziplinen der Medizin. Ihr Aufgabenspektrum ruht auf den vier Säulen:

Anästhesie – Notfallmedizin – Intensivmedizin – Schmerztherapie

Das Institut wurde als Abteilung für Anästhesie in Kusel 1979 gegründet. Mit dem Zusammenschluss der Kliniken Kaiserslautern und Kusel wurde es umbenannt in Institut für Anaesthesiologie und Notfallmedizin II.

Das Team besteht aktuell aus einem Chefarzt, sieben Oberärzten und zehn Assistenzärzten. Neben der ärztlichen Versorgung werden die Patienten sowohl im Operationsbereich als auch auf der Intensivstation von hervorragend ausgebildeten und freundlichen Fachschwestern und -pflegern betreut. In den Abschnitten unten finden Sie weitere Infos zu den einzelnen Bereichen.

Haben Sie weitere Fragen? Sie erreichen uns unter

Tel. 06381 93-5238

Anästhesie (Narkose) & Schmerztherapie

Im Bereich der Anästhesie werden alle gängigen Narkoseverfahren durchgeführt, von der Allgemeinanästhesie („Vollnarkose“), Regionalanästhesien („Teilnarkosen“) bis hin zu Kombinationsanästhesien („Voll- plus Teilnarkose“) mit Kathetertechnik zur postoperativen Schmerztherapie (z. B. nach Kniegelenksprothese, um eine schmerzfreie Krankengymnastik zu gewährleisten).

Die Auswahl des Narkoseverfahrens wird in dem vor der Operation stattfindenden Aufklärungsgespräch (Prämedikationsvisite) besprochen und festgelegt. Berücksichtigt wird dabei der Gesundheitszustand des Patienten, die durchzuführende Operation und die postoperative Schmerztherapie mit dem Patienten. Zur weiteren Betreuung unserer Patienten gehört auch eine postoperative Visite am Tag nach der Operation, um dem Patienten die Möglichkeit zu geben, über das Narkoseerlebnis zu sprechen.

MODERNE ÜBERWACHUNGSGERÄTE

Die neue Geräteausstattung des Instituts ermöglicht, unsere Patienten während der Narkose optimal und individuell zu überwachen. Außer dem Kreislauf (Puls, Blutdruck, EKG) und der Atmung (Sauerstoffkonzentration im Blut, Messung der Atemgaskonzentration während Ein- und Ausatmung, ständige Überwachung der Lungenfunktion) können wir über spezielle Verfahren auch die Narkosetiefe kontrollieren und die Hirnfunktion überwachen. Nach der Operation werden die Patienten nach adäquater Schmerztherapie während der kritischen Aufwachzeit in einem 6-Betten Aufwachraum betreut, bis sie in ihr Stationszimmer zurückverlegt werden können.

ZUSÄTZLICHE UNTERSTÜTZUNG

Da Operationsschmerzen den Heilungsprozess und damit den Erfolg der Operation negativ beeinflussen können, ist eine gezielte Schmerztherapie unabdingbar. In Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Orthopädie und Chirurgie kommen spezielle rückenmarksnahe oder periphere Schmerzkatheterverfahren (z. B. nach Bandscheibenvorfall oder Kniegelenksersatz) mit bei Bedarf kontinuierlicher Schmerzmittelgabe zum Einsatz, um dem Patienten den größtmöglichen Komfort zu gewährleisten.

Da es bei ausgedehnteren Operationen (z. B. Hüftgelenksersatz) auch zu größeren Blutverlusten kommen kann, werden verschiedene Methoden eingesetzt, um die Gabe von Fremdblut (erhöhtes Risiko der Übertragung von Infektionen) zu vermeiden. So kommen insbesondere der sogenannte Cell-Saver (das Blut, das der Patient während der Operation verliert, wird gesammelt, aufbereitet und zurückgegeben) zum Einsatz.

Ambulantes OP-Zentrum

Durch die Umstrukturierung im Gesundheitswesen, ist es immer wichtiger eine Vernetzung und Kooperation zwischen Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten zu schaffen. Aus diesem Grund entstand 2001 ein modernes Ambulantes Operationszentrum, dessen Leitung und Koordination dem Institut für Anaesthesiologie und Notfallmedizin obliegt.

In den modern ausgestatteten Räumlichkeiten mit freundlichem Ambiente und neuester Technik werden ambulante Operationen durchgeführt – und zwar von Abteilungen des Klinikum sowie von niedergelassenen Ärzten aus Kusel und Umgebung.

Intensivmedizin

Unter der organisatorischen Leitung des Instituts für Anästhesiologie und Notfallmedizin in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik IV verfügt der Standort Kusel über eine interdisziplinäre Intensivstation mit zur Zeit 14 Betten. Wir bieten ein ausgedehntes Spektrum intensivmedizinischer Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten auf modernstem Stand der Technik. In der Teamarbeit von Ärzten, Pflegepersonal und den Physiotherapeuten entsteht ein einheitliches, auf den Patienten ausgerichtetes Behandlungskonzept mit dem Ziel der schnellstmöglichen Genesung und Rehabilitation.

Notfallmedizin

Das NEF (Notarzteinsatzfahrzeug) des Deutschen Roten Kreuzes wird unter der Leitung und Organisation des Instituts für Anaesthesiologie und Notfallmedizin überwiegend von Anästhesisten des Klinikums sowie externen Notärzten besetzt.

Alle Ärzte verfügen über die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin oder die Fachkunde Rettungsdienst und haben gelernt, in Notfallsituationen sicher und kompetent zum Wohle des Patienten zu handeln.

Zur Optimierung der innerklinischen Notfallversorgung werden alle Schwestern und Pfleger regelmäßig in der Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung von Ärzten und Pflegern des Instituts geschult.

In Zusammenarbeit mit der Lehranstalt für Rettungsdienst des DRK ist das Institut für Anaesthesiologie und Notfallmedizin Ausbildungsstätte zur klinischen Ausbildung von Rettungssanitätern und Rettungsassistenten.