28.04.2016 00:00 // In Vorbereitung: „Gesundheitszentrum Donnersberg“ in Kooperation mit dem Pfalzklinikum

Pfalzklinikum und Westpfalz-Klinikum erhalten Zuschlag für „Gesundheitszentrum Donnersberg“

Die Westpfalz-Klinikum GmbH und das Pfalzklinikum haben sich gemeinsam für das Zukunftsprogramm „Gesundheit und Pflege – 2020“ des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz beworben. Aufgenommen in das Programm „Sektorenübergreifende Gesundheitszentren“ wurde der Standort in Rockenhausen.

Unter dem Titel „Gesundheitszentrum Donnersberg – Gesundheit braucht Vielfalt, Beteiligung und Resilienz“ werden künftig Angebote beider Träger im Bereich der körperlichen (Somatik) und seelischen Gesundheit miteinander verknüpft. Hier geht es nicht nur darum, Patienten „aus einer Hand“ zu versorgen. Auch sollen Angebote neu vernetzt und Gesundheit gefördert werden, um die Lebensqualität in der Region Rockenhausen und im Donnersbergkreis langfristig zu erhalten. Unterstützt werden die Kooperationspartner hierbei von Quaestio Forschung und Beratung aus Bonn sowie vom Institut für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt am Main. Seit Mitte April planen beide Häuser gemeinsam mit dem Bonner Partner die weitere Vorgehensweise für das Gesundheitszentrum. Ziel ist hierbei auch, Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Beteiligten des Gesundheitswesens z.B. Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, nachsorgenden Einrichtungen etc. zu verbessern.                     

„Uns geht es auch darum, Gesundheit gedanklich anders zu bewerten. Daher möchten wir neue Beteiligungsformen in der Gesundheitsplanung ausprobieren“, erklärt Pfalzklinikum-Geschäftsführer Paul Bomke. „Mit der Etablierung eines Gesundheitszentrums, mit Angeboten stationärer und ambulanter Behandlung, soll aus Sicht des Patienten ein Behandlungsverlauf entstehen, der gefühlt aus einer Hand kommt“, ergänzt der Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums Peter Förster. „Für die Schnittstellen zwischen den Krankenhäusern, den niedergelassenen Ärzten, nachsorgenden Einrichtungen, ambulanten Diensten, den Pflegestützpunkten und den Kostenträgern gibt es zu viele Insellösungen. Was hier fehlt, ist eine bedarfsorientierte, sektorenübergreifende Lösung zur dauerhaften Umsetzung und Verankerung. Der aktuelle Handlungsbedarf erhöht sich durch den demografischen Wandel mit einer älter werdenden Bevölkerung auf der einen Seite sowie auf der anderen Seite durch den Ärzte- und Fachkrätemangel im Pflegebereich“, so die beiden Geschäftsführer.                     

Das Projekt soll hier neue Wege mit allen Beteiligten ermöglichen. Die Projektleitung seitens des Pfalzklinikums übernimmt Dr. Andres Fernandez, Chefarzt der Klinik des Pfalzklinikums in Rockenhausen. Auf Seiten des Westpfalz-Klinikums übernimmt diese Funktion der Geschäftsbereichsleiter für die beiden Standorte im Donnersbergkreis, Manuel Matzath.

„Ich hoffe wir können mit diesem Projekt bestehende Angebote sektorübergreifend besser vernetzen und erweitern“, freut sich Dr. Andres Fernandez. Manuel Matzath, betont: „Im Programm sehe ich das Potential, Rockenhausen künftig noch besser als Zentrum für patientenorientierte Gesundheitsangebote im ländlichen Raum weiterzuentwickeln.“ „Mit unserer Idee möchten wir verstärkt aufkommenden Problemen in den Bereichen Überalterung, Landflucht und Personalrekrutierung durch eine bessere Vernetzung begegnen. Hierzu benötigen wir die Unterstützung aller vor Ort ansässigen Partner“ sind sich die beiden Projektleiter einig.                     

Weitere Informationen

„Gesundheit und Pflege – 2020“ ist ein Programm des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. Hierzu gehört auch das Teilprojekt „Sektorenübergreifende Gesundheitszentren". Im Jahr 2016 werden in diesem Teilprojekt für sieben Einrichtungen in Rheinland-Pfalz Konzepte für sektorenübergreifende Gesundheitszentren entwickelt. Die Firma Quaesto betreut das Gesamtprojekt und ist seitens des Ministeriums beauftragt, ein auf die Häuser angepasstes Beratungskonzept zu erstellen.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie als PDF hier herunterladen.