26.01.2016 00:00 // Pflegekräfte engagieren sich in Pflegekammer

Mehrere Pflegende aus dem Westpfalz-Klinikum in die neue Pflegekammer Rheinland-Pfalz gewählt

Am trafen die gewählten Vertreter der Pflegekammer in Mainz zu ihrer ersten Sitzung zusammen – Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler lobten die Arbeit und gaben ihre Wünsche mit auf den weiteren Weg ...

Viele Menschen haben bereits von den Ärztekammern gehört, die sich in den einzelnen Bundesländern um fachliche Fragen sowie um die Selbstverwaltung der Ärzte kümmert. Für die Pflegeberufe gab es bislang aber keine eigene Kammern.

Ob Krankenpflege allgemein oder die Pflege speziell von Kindern oder Senioren – die Bedeutung der Pflege für das Wohlergehen von jungen, alten und kranken Menschen ist in der Vergangenheit stärker in den Vordergrund gerückt. Daher haben sich viele Pflegekräfte in den letzten Jahren dafür stark gemacht, auch für Pflegende eine solche Berufskammer zu etablieren.

In Rheinland-Pfalz hat sich im Jahr 2015 eine eigene Pflegekammer gebildet, für die Vertreter aufgestellt und gewählt worden sind, damit die Pflegekammer jetzt im Jahr 2016 aktiv ihre Arbeit aufnehmen kann. Der offizielle Startschuss ist am 26.01.16 mit der ersten Sitzung der gewählten Vertreter gefallen, bei einem Festakt würdigten Ministerpräsidentin Malu Dreyer sowie Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler die Arbeit der Pflegekräfte.

Aus dem Westpfalz-Klinikum sind mehrere Pflegekräfte in die Pflegekammer Rheinland-Pfalz gewählt worden: zu den VertreterInnen der Liste „PflegeKRAFT Pfalz“ gehört unsere Pflegedirektorin Andrea Bergsträßer mit den Kolleginnen Barbara Diehl, Ilona Held, Thomas Hanauer und Rüdiger Bohn. Von der Liste WKK-Stimme der Basis wurden Susanne Messe und Gabriele Korz-Bätzig in die Pflegekammer gewählt.

Insgesamt gehören der Pflegekammer nun 81 VertreterInnen an, die sich künftig um wichtige Themen und Belange der Pflegeberufe kümmern, angefangen bei der Definition der pflegerischen Aufgaben in einer Berufsordnung über Fort- und Weiterbildungen bis zu Fragen der Pflege- und Versorgungsstandards, Qualitätsstandards, aber auch der Ethik.

Die Qualität in der Pflege wird damit einen anderen Stellenwert erhalten und Andrea Bergsträßer erwartet auch für das Westpfalz-Klinikum positive Impulse. „Die Gründung der Pflegekammer und die Wahlen haben für eine richtige Aufbruchstimmung gesorgt“, berichtet sie, „die Zusammensetzung der Vertreter ist bestens geeignet für eine gute Zusammenarbeit, denn sowohl Altersgruppen als auch Männer- und Frauenanteil sind sehr breit gestreut und auch von der Berufserfahrung ist alles vertreten, von Auszubildenden über die Pflegekräfte aus der Praxis bis zu einer Professorin für Pflege.“

Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.pflegekammer-rlp.de.