Methoden der Adipositaschirurgie

Möglicherweise kann Ihnen die Adipositaschirurgie weiterhelfen. Es gibt verschiedene Operationsmethoden. Vom Prinzip her unterscheidet man dabei drei Vorgehensweisen:

  1. Restriktives Verfahren: Der Magen wird verkleinert und damit die Menge der Nahrung begrenzt, die auf einmal aufgenommen werden kann. Damit soll ein Sättigungsgefühl schneller eintreten und länger anhalten. Ein Beispiel für ein solches Verfahren ist der Schlauchmagen/Sleeve.
  2. Malabsorptives Verfahren: Malabsorption bedeutet, dass die Fläche reduziert wird, über die der Körper Nährstoffe aufnehmen kann. Chirurgisch kann man dies erreichen, indem man den Weg verändert, den die Nahrung und die Verdauungssäfte im Körper nehmen.
  3. Kombiniertes Verfahren: Bei diesem Verfahren wird einerseits der Magen operativ verkleinert und damit die Menge der Nahrung begrenzt, die man zu sich nehmen kann. Andererseits verkleinert man die Resorptionsfläche im Darm. Ein Beispiel ist der Magenbypass.

Welches Verfahren für Sie letztlich in Frage kommt, hängt von Ihrer Vorgeschichte, Ihren Essgewohnheiten und verschiedenen anderen Faktoren ab. Ihr Adipositas-Team wird dies ausführlich mit Ihnen besprechen und Ihnen zu einem für Sie passenden Verfahren raten.

Magenbypass

Bei diesem Verfahren wird ein Teil des Magens mit Klammern vom Rest abgetrennt. Dadurch wird ein kleiner „Vormagen“ gebildet. Von diesem Vormagen aus geht es aber direkt in den Dünndarm. Der Teil vom Dünndarm, der vom Restmagen kommt und die Verdauungsenzyme transportiert wird circa 150 cm tiefer angenäht. Dadurch findet auf einer Strecke von 150 cm keine Verdauung statt, es werden keine Nährstoffe aufgenommen.

Sleeve-Gastrektomie/Schlauchmagen

Die Sleeve-Gastrektomie oder Linkslaterale Magenresektion ist eine rein restriktive Operation. Bei ihr wird der größere Teil des Magens operativ aus dem Körper entfernt. Es entsteht ein Schlauchmagen, der wesentlich weniger Fassungsvermögen hat als der ursprüngliche Magen. Dadurch ist die Nahrungsmenge, die auf einmal aufgenommen werden kann, deutlich reduziert.

Magenballon

Ein weiteres Verfahren ist der Magenballon. Er wird als vorübergehende Maßnahme zur Gewichtsreduktion benutzt, wenn das anfängliche Gewicht zu hoch oder das Risiko für eine OP aufgrund der Nebenerkrankungen zu groß ist. Dabei wird ein flüssigkeitsgefüllter Ballon über eine Magenspiegelung in den Magen gelegt. Dort kann er bis zu sechs Monate bleiben und durch Verkleinerung des Magenvolumens bei der Gewichtsreduktion helfen.